Text
der
Tafel:
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Franz
Zdyn |
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1.
Oktober
1895 |
Geboren
am
in
Bielschowilz,
Kreis
Kallowitz, |
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1921 |
nach
Besuch
der
Volksschule
als
Bergmann
in
Oberschlesien
und
Westfalen
tätig |
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1914
bis
1917 |
Teilnahme
am
l.
Weltkrieg,
mehrfach
schwer
verwundet,
Auszeichnung
mit
dem
"Eisernen
Kreuz
II.
Klasse" |
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1918 |
Heirat
mit
Klara
Kubitschek,
zwischen
1919
und |
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1927 |
wurden
ein
Sohn
und
zwei
Töchter
geboren |
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1922 |
Abstimmung
für
Polen
bei
der
Abtretung
der
oberschlesischen
Gebiete
an
die
Republik
Polen |
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1922
bis
1933 |
Schaffner
bei
der
polnischen
Eisenbahn,
dann
Entlassung
wegen
Tätigkeit
für
die
Bibelforscher |
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11.
November
1939 |
Arbeit
in
der
Ilseder
Hütte,
Abteilung
Bergbau
in
Lengede,
Kreis
Peine,
nach
Dienstverpflichtung
durch
das
Arbeitsamt
Rybnik |
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2.
November
1944 |
Verweigerung
des
Kriegsdienstes
unter
Hinweis
auf
sein
Bekenntnis
zu
den
"Zeugen
Jehovas" |
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8.
Dezember
1944 |
Inhaftierung
im
Polizeigefängnis
Hildesheim |
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26.
Dezember
1944 |
Anklage
vor
dem
Sondergericht
in
Hannover
wegen
Wehrdienstverweigerung |
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13.
Februar
1945 |
Todesurteil
des
Sondergerichts
Hannover,
Abteilung
III,
nach
Verhandlung
im
Amtsgericht
Hildesheim |
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9.
März
1945 |
Hinrichtung
im
Strafgefängnis
Wolfenbüttel |
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von
links
nach
rechts:
Berthold
Mehm,
Wilfried
Knauer
und
Werner
Rieger
vor der
Gedenktafel
Franz
Zdyn in
der
Gedenkstätte
in der
JVA
Wolfenbüttel
*)

Gedenkstätte
in der
JVA
Wolfenbüttel
*)
*)
© 2006
Berthold-Mehm-Stiftung
und der
Gedenkstätte
in der
JVA
Wolfenbüttel
Berthold - Mehm - Stiftung
Werner Rieger
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Auszug
aus dem
handschriftlichen
Gnadengesuch
von
Franz
Zdyn
vom
4.März
1945
–Niedersächsisches
Hauptstaatsarchiv
Hannover
–
„...Da
ich
über
das
Schicksal
meiner
Familie
seit
Wochen
nichts
in
Erfahrung
bringen
kann da
meine
Heimat
anscheinent
auch
Kriegsgebiet
geworden
ist und
mein
einziger
Sohn an
der
Italienfront
seit
Mai
1944
als
vermisst
gemeldet
wurde,
fällt
es mir
doppelt
schwer,
mein
Leben
durch
den
Henker
zu
lassen,
zumal
nicht
vorauszusehen
ist wie
sich
meine
Todesstrafe
auf das
Fortkommen
meiner
Kinder
in
späterer
Zeit
auswirken
wird.
Deshalb
bitte
ich,
mir die
Todesstrafe
etwas
zu
ändern
damit
ich
meine
Schuld
und
Schmach
damit
auslöschen
kann
indem
ich
mein
Leben
zum
Nutzen
der
leidenden
Volksgenossen
einsetzen
kann.
Das
ganze
Vaterland
ist
durch
Feindeinwirkung
zum
Kriegsgebiet
geworden.
Mein
einziger
Wunsch
ist,
mein
Leben
immer
wieder
einzusetzen
zur
Rettung
der
Mitmenschen
aus
brennenden
Häusern
und
stürzenden
Trümmern
beim
Bombenterror
oder
andere
Gelegenheiten
und
wenn
ich
dabei
fallen
sollte,
habe
ich
meiner
Schuld
Genüge
getan
und
sterbe
einen
ehrlichen
Tod,
ähnlich
einem
Soldaten. Franz
Zdyn
(Handschriftlicher
Vermerk) 1.)
Vermerk?:
Vollstreckung
ist
bereits
heute.
Es ist
nichts
mehr zu
veranlassen.
2.) ...
Reg (?)
als
erledigt
einzutragen
3.) sdA
u K (?)
Lz/Bz(?)
(Stempel) 9.März
1945
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